Samstag, 20. Mai 2017

Mit dem RZ85 auf der Lahn - Tag 2

Gegen 6 Uhr wachgeworden. Ich räumte schon mal ein wenig auf, bevor ich mir mein Frühstück richtete. Zum Frühstück gab es Müsli, Brot, Käse und Tee. Alles eingepackt, ging es gegen 9.30 Uhr wieder aufs Wasser. Gleich mal 1-2 Km auf der gestauten Lahn ins Zentrum hineinpaddeln, dann am 1. Wehr durch die Bootsgasse. Danach musste das Boot über die Rollenbahn gezogen werden. Schon jetzt am Vormittag ist es sommerlich warm. Es folgt eine eher ruhigere Strecke bis Altenburg. Dort ist die Schleuse verschlossen und muss erst aufgemacht werden. Danach in Oberbiel ebenso. Bis zur Schleuse Niederbiel ist es nur ein knapper Kilometer, der im Schleusenkanal gepaddelt werden muss. Die Schleuse Niederbiel steht noch auf Tal und muss erst mal gefüllt werden.
Eigentlich sollten die Schleusen immer wieder bereit für die Nächsten Benutzer stehen - so steht es zumindest auf den Hinweisschildern der Schleusen.
Ruhigere eher aufgestaute Abschnitte wechseln sich mit Abschnitten mit guter Strömung ab. Die Wasserskistrecke bei Selters ist lang und öde - nur in der Sonne paddeln und fast keine Bäume die Schatten spenden. Die folgende Schleuse steht wieder auf Tal. Bis Weilburg ist es nun nicht mehr weit. Ich passiere ein paar Ruderer und biege dann zum Kanaltunnel ein. Es ist schon ein komisches Gefühl, im dunklen Tunnel hineinzupaddeln. Der Platz an der Leiter vor der Schleuse ist sehr eng. Dann aussteigen und ca. 3-4 Meter die Leiter hoch und das Boot etwas weiter zurückschieben, damit es nicht in den Bereich der sich öffnenden Tore gelangt. Die obere Kammer dieser Doppelschleuse muss erst gefüllt werden, bevor ich mein Faltboot von oben per Seil reinziehen kann. Dann die Klappen des mittleren Tores aufmachen, damit das Wasser in die nächste Kammer fließen kann. Nun muss ich die Leiter hinab und mit dem Faltboot in die zweite Kammer paddeln. Wegen der Straßenbrücke kann ich das Boot nicht von oben her weiterziehen. Dann an der Leiter anlegen und hinaufsteigen und über die Straße zurück, damit ich das Tor wieder schließen kann. Nun kann das Wasser abgelassen werden. Dann wieder die Leiter hinabsteigen und aus der Schleuse paddeln. Die Lahn fließt mit starker Strömung vorbei. Unten ist nur eine winzige Anlegemöglichkeit - praktische eine Treppe ins Wasser - ohne Plattform.
Auf der anderen Flussseite befindet sich ein kleiner einfacher Zeltplatz, allerdings das Sanitärhäuschen verschlossen und auch kein Wasser vorhanden.
Nach ein paar Kilometer paddeln komme ich zum Camping Odersbach, ein recht gut ausgestatteter CP, auf dem ich für 12,20 Euro eine Nacht bleibe. Lediglich die Slipanlage ist für das Ein - und Aussteigen nicht so gut geeignet. An diesem Abend bricht die Rückenlehne meines Platzes. Als Ersatz habe ich dann einen Spannriemen durch die Ösen gezogen und straff gezogen. Das Nachtessen besteht zunächst aus Käse und Salami, dann Gnocci mit Zuccini, Salami und Tomaten. Ziemlich müde schlafe ich bald ein.

Laut GPS-Aufzeichnung: 34,3 Km, 6,5 Dkm, Zeit in Bewegung: 5:17

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen